Archive | Mai 2012

„Eine gute Arbeit zieht eine andere gute Arbeit nach sich“

Reinhard Gassner über die Lust an der Qualität und Kundenbeziehungen auf Augenhöhe.

Ausgebucht war die zweite regionale k zum Doyen der Vorarlberger Gestalter, Reinhard Gassner, in Schlins. 25 Teilnehmer erlebten eine spannende Diskussion über Qualität, Kundenbeziehungen auf Augenhöhe und den Prozess, Kommunikationslösungen zu entwickeln.

Er ist einer der profiliertesten und renommiertesten Gestalter Vorarlbergs. Seit 36 Jahren betreibt Reinhard Gassner sein Gestaltungsbüro. Dennoch geht es ihm um mehr als um gelungenes Design. „Ich mache nicht nur Grafikdesign, ich mache auch kein bestimmtes Medium. Ich mache Kommunikation. Das hat einige Jahre gebraucht, bis ich das verstanden habe“, schilderte er den Teilnehmern der regionale k gleich zum Auftakt des Werkstattbesuchs.

Workshops statt Wettbewerbe

Herausragende Kommunikationslösungen erarbeitet Gassner fast immer in einem gemeinsamen Prozess mit dem Kunden. Sich nach einem Briefing ins stille Kämmerlein zurückzuziehen und dem Kunden dann einen fertigen Entwurf auf den Tisch zu legen, ist für ihn die Ausnahme. Workshops statt Wettbewerbe sozusagen. Auch seinen Branchenkollegen rät er, „vorsichtig mit Wettbewerben umzugehen. Oft spürt man dort gleich die Präpotenz des Kunden.“

Als Schlüsselfaktor seines Erfolgs nennt der erfahrene Gestalter „die Lust an der Qualität“: „Eine gute Arbeit zieht eine andere gute Arbeit nach sich.“ Qualität müsse allerdings oft hart erkämpft – und dem Kunden dann auch sichtbar gemacht werden, betont der Schlinser. Als Künstler sieht er sich nicht: „Mit meiner Arbeit gehöre ich nicht in eine Galerie. Ich gehöre zu meinen Kunden.“

 

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